Tech-Infos
Die Welt der Kachelöfen ist sehr vielfältig!
Nicht nur bei der äußeren Gestaltung sind die Möglichkeiten fast unbegrenzt, auch die Technik- das „Innenleben“ – kann ganz an Ihre Wünsche und Bedürfnisse angepasst werden.
Einige Grundtypen im Überblick:
Der Kachelgrundofen ist ein handwerklich gesetzter Speicherofen. Er zeichnet sich durch seine große Speicherfähigkeit aus und gibt die angenehme und gesunde Strahlungswärme über einen langen Zeitraum ab. Dadurch muss der Kachelofen nur ein- bis zweimal täglich befeuert werden. Die Heiztüre eines Kachelofens kann auch als Glastüre ausgeführt werden.
Der Heizkamin ist ein handwerklich gesetzter Ofen mit einem Einsatz. Die Metallflächen des Einsatzes heizen sich rasch auf und geben die Warmluft schnell an den Raum ab. Ein kleinerer Teil der Wärme wird in Form von Strahlungswärme über die Kacheln abgegeben. Der Heizkamin hat große Sichtscheiben in den verschiedensten Formen.
Ein Kombiofen bietet sich an, wenn man die schnelle Wärme und das große Sichtfenster des Heizkamins mit der angenehmen Strahlungswärme des Kachelofens vereinen will. Von einem Holzbrandeinsatz werden die heißen Rauchgase durch keramische Schamottezüge geführt, dadurch kann sowohl die rasche Konvektionswärme genutzt werden als auch die behagliche Strahlungswärme.
Der Offene Kamin hat, wie der Name schon sagt, eine komplett offene Feuerstelle und keine Glastüre. Er ist ein Klassiker mit dem puren Feuergenuss. Im Mittelpunkt steht das knisternde Feuer, während die Heizleistung eine untergeordnete Rolle spielt.
Ein traditioneller Kachelherd hat auch heutzutage wieder vermehrt seinen Platz in den modernen Wohnküchen gefunden. Er bietet die Möglichkeit zu kochen und zu heizen. Es können auch ein Backrohr, Warmhalterohr oder Wasserschiff eingebaut werden. Durch die modernen Möglichkeiten kann auch durch den Küchenherd der Kachelofen im angrenzenden Wohnzimmer geheizt werden.
Neben diesen Ofentypen gibt es viele andere Möglichkeiten um den Kachelofen ganz an die individuellen Erfordernisse anzupassen. So kann ein Kachelofen auch ein ganzes Haus heizen, er erwärmt das Wasser für die Zentralheizung. Auch kann der Brennstoff variiert werden – neben Scheitholz stehen Holzbrikks, Pellets, Gas, Strom und Warmwasser zur Verfügung. Somit kann auch dort, wo kein Schornstein zur Verfügung steht, ein schöner, warmer Ofen sein. Diese Möglichkeit wird nicht nur im privaten Bereich genutzt, sondern auch häufig in Restaurants, Arztpraxen, Kanzleien und in Heimen.
Der häufigste Brennstoff ist Holz. Scheitholz hat nicht nur den Vorteil zu den günstigsten Brennstoffen zu gehören, Holz ist in Österreich in ausreichender Menge verfügbar und bietet Unabhängigkeit. Gleichzeitig leisten Sie ein aktiven Beitrag zu unserer Umwelt: Holz verbrennt CO2-neutral. Durch Heizen mit Holz wird der CO2-Gehalt der Luft nicht gesteigert und wir leisten einen Beitrag zur Verringerung der Treibhausgase.
Der Kachelofenbau ist ein Jahrhunderte altes Gewerbe, ist aber immer auf dem neuesten Stand der Technik: durch eine exakte Berechnung des Ofens werden die Verbrennung optimiert und die Emissionswerte reduziert – dies bedeutet auch niedrigen Brennstoffverbrauch. Als Zeichen für die Einhaltung der im Kleinfeuerungsgesetz vorgeschriebenen Emissionswerte und Wirkungsgrade erhalten Sie das Typenschild und die Technische Dokumentation Ihres Kachelofens. Damit erhalten Sie vom zuständigen Rauchfangkehrermeister den Endbefund für Ihren Ofen.